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Surf Training zu Hause mit dem Balance Board

29.06.2022

Surfen ist gar nicht so einfach wie gedacht - Was du alles zum Surfen benötigst und vor allem wie sehr du von Trockenübungen auf dem Balance Board profitierst, erklären wir dir hier.

Ungefähre Lesezeit: 9 Minuten

Autor/in: Angie WeißNeugierig testet sie sich schon ewig durch verschiedensten Funsport. Longboarden, Surfen, Wakeboarden oder Snowboarden. Kein Brett ist sicher vor ihr. Verliebt in das Leben und der Versuch Freiheit, Spaß und Gesundheit immer miteinander zu verbinden.

Surfen, so wird das jeder beschreiben, der den Sport regelmäßig betreibt, ist mehr als nur ein Workout – es ist eine Passion. Der perfekte Schwung auf der perfekten Welle bedarf allerdings einiger Übung. Da die wenigsten von uns direkt am Meer oder einem surfbaren Fluss wohnen, geschweige denn regelmäßig in den Surfurlaub an irgendwelche Traumstrände fliegen können, ist ein effektives Trocken-Training hier besonders wichtig.

Mit einem Balance Board kannst du ideal zuhause surfen üben. Das Board kann dabei gerade auch Anfängern helfen, ein erstes Grundgefühl für den Surfsport zu bekommen.

Was braucht man zum Surfen?

“Fürs Surfen brauch ich doch nur ein Brett!” – weit gefehlt! Was man zum Surfen braucht, beschränkt sich bei weitem nicht auf das eine Utensil. Neben Dingen wie Board, Neoprenanzug, Sonnencreme, Bikini und Co. benötigt es vor allem einige Skills, um die Wellen zu bezwingen. Und gerade die solltest du nicht unterschätzen. Denn was hilft dir die beste Ausrüstung, wenn du mehr im als auf dem Wasser bist?

Wir wollen dir in diesem Beitrag daher einmal zeigen, was du an sportlichen Fähigkeiten mitbringen solltest und wie du die vor allem effektiv trainieren kannst.

1. Gewisse körperliche Grund-Fitness

Zunächst einmal solltest du eine gewisse körperliche Grundfitness mitbringen. Surfen ist nicht so einfach wie es aussieht. Beim Surfen arbeitet dein Herz-Kreislauf-System schwer, um deinen gesamten Körper mit genügend Blut zu versorgen

Wer zuvor überhaupt nicht trainiert hat und auch sonstige körperliche Aktivität nicht gewohnt ist, wird schnell an seine Grenze gelangen. Surfen ist ein wirklich herausfordernder Sport, der dir Kondition und auch Muskelkraft abverlangt. Beides solltest du also idealerweise vorab bzw. während der Off-Season trainieren. Bereits 15- 20 Minuten ca. drei bis vier Mal pro Woche helfen dir, eine adäquate Fitness zu entwickeln.

2. Balance & Gleichgewicht

Wer auf den Wellen die Oberhand behalten möchte, sollte seine Balance im Griff haben. Sie ist das A und O, um dich stabil auf dem Brett zu halten. Es gibt hierfür gezielte Balance Board Surf Übungen, die dir helfen können, ein optimales Trocken-Surf-Training zu absolvieren und aktiv an deinem Gleichgewicht zu arbeiten. Schließlich willst du stehend auf dem Brett übers Wasser gleiten und dich nicht mühsam im Liegen vorwärts paddeln.

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3. Starke Bein- & Rumpfmuskulatur

Um dich auf dem Brett halten zu können, spielen vor allem deine Beine und die Rumpfmuskulatur eine entscheidende Rolle. Mit dem Balance Board kannst du gezielte Beinübungen für zuhause einplanen, um an deiner Stabilität und deiner Muskelkraft in Beinen und Rumpf zu arbeiten.

4. Kraft & Ausdauer

Surfen ist eine der anstrengendsten Sportarten überhaupt. Du benötigst jede Menge Kraft und Ausdauer dafür. Bis du leicht wie eine Feder mit deinem Brett über dem Meer schwebst, bedarf es sehr viel Übung. Wenn anfangs etwas nicht so klappt wie erhofft oder du zwischendurch Phasen hast, in denen du ständig ins Wasser fällst, benötigst du jede Menge Ausdauer, um trotzdem weiterzumachen und dranzubleiben – auch wenn das Training kräftezehrend sein kann.

5. Realistische Erwartungshaltung

Wer denkt, dass er aufs Brett steigt und los surfen kann, sollte seine Erwartungshaltung überdenken. Setze dir realistische Etappenziele, und zwar nicht nur auf dem Wasser selbst, sondern auch bei deinen Trockenübungen. Nimm dein Training ernst und setzte bei deinem Workout gezielt den Fokus auf deine Beine. Denn in denen solltest du sowohl Muskulatur als auch Standfestigkeit besitzen bzw. aufbauen.

6. Geduld & Zielstrebigkeit

Bringe unbedingt eine gute Portion Geduld und Zielstrebigkeit mit. Übung macht hier definitiv den Meister, aber bis du einer wirst, heißt es üben, üben und nochmal üben. Du solltest auch in den Phasen, in denen du nicht aufs Wasser kannst, konsequent weiter trainieren.

Nutze beispielsweise ein Balance Board, um zielstrebig an deiner Haltung, deiner Balance und deiner Reaktion zu üben. Sei dabei geduldig mit dir und gib nicht einfach auf. Manche Fähigkeiten brauchen länger, bis sie dir in Fleisch und Blut übergehen.

Wie lange braucht man um Surfen zu lernen?

Um Surfen zu lernen, solltest du dir nicht nur einen Nachmittag Zeit nehmen, sondern am Besten zwei Wochen. In dem Zeitraum kannst du auf dem Brett stehen lernen und erste Erfahrung im Wellenreiten sammeln

Wenn du zuhause bereits auf einem Balance Board geübt hast, werden dir bestimmte Bewegungen, Standfestigkeit und Gleichgewicht sicher leichter fallen. Du wirst bereits eine bessere Körperspannung und Koordination deiner Beine erworben haben. Natürlich spielt das Meer beim Surfen selbst eine große Rolle: spült der Atlantik beispielsweise Tage lang nur riesengroße Schaumwalzen Richtung Strand, wirst du dich währenddessen nicht nennenswert verbessern können. 

Und schließlich und schlussendlich hängt die Zeitspanne, die du benötigst, um surfen zu lernen, von dir selbst ab – von deiner Sportlichkeit, deinem Körperbau und deiner mentalen Einstellung dazu. Und natürlich davon, wie regelmäßig du deine Übungen machst.

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Unsere Balance Board Surf Übungen

Jetzt haben wir so viel vom Wackelbrett als optimales Trockensurf-Trainingsgerät gesprochen, nun wollen wir dir auch einige Balance Board Surf Übungen verraten. 

Die Grundstellung

Dein Surf Training für zuhause startest du am Besten mit der Grundstellung
  1. Stelle dich dazu hüftbreit aufs Brett und versuche deinen Stand so lange wie möglich zu halten. 
  2. Als zweiten Schritt kannst du die Surfer Stellung üben: dazu beugst du eines deiner Knie nach vorne. Das kannst du mit der Zeit auch abwechselnd zu jeder Seite hin machen. 
  3. Weiterführend kannst du eine Kniebeuge versuchen – denn auch auf dem Surfbrett wirst du mit der Bewegung konfrontiert sein.

Surf pop up training

Du kannst auch mal den sogenannten Trocken Take Off probieren: dazu gehst du vom Stand in die Hocke und zurück. Das kannst du aus dem Surfer-Stand sowie aus der Hocke machen.

Paddeln trainieren

Um beim Surfen erfolgreich zu sein, musst du dazu in der Lage sein, schnelle Paddel Manöver durchzuführen und dich so für die nächste Welle zu positionieren. Um deine hierzu benötigten Muskeln zu kräftigen und ausdauernder Paddeln zu können, kannst du dein Balance Board verwenden. 

  1. Leg dich hierzu einfach flach auf dein Board und fang an zu paddeln, als würdest du dich in seichtem Wasser befinden. Tieferes Wasser lässt sich simulieren, indem du dein Wackelbrett auf Büchern oder einem Holzblock positionierst. 
  2. Beginne mit Intervallen von etwa 1 Minute und steigere dich langsam. Mit der Zeit wirst du sowohl deinen unteren Rücken als auch deine Schultermuskulatur stärken.

Beintraining

Surfen kann ganz schön anstrengend sein. Insbesondere für die Beine stellt die Funsportart eine hohe Belastung dar. Diese werden nicht nur benötigt, um das Board unter Kontrolle zu halten, sondern spielen auch bei schwierigen Manövern oder Tricks eine große Rolle. 

Squats auf dem Balance Board sind bestens geeignet, um deine Beine auf das Surfen vorzubereiten. Wie immer solltest du es zu Beginn langsam angehen lassen und dich nach und nach steigern.

Übung für die Hüften

Lege dich mit dem Rücken auf den Boden und versuche, das Board mit deinen Füßen zu balancieren, während du deinen Körper in der Luft hältst. Das funktioniert übrigens auch, wenn du dich umdrehst und eine Planke mit den Füßen auf dem Brett machst, alternativ mit den Armen auf dem Brett.

5 Surf Trainingstipps für zu Hause

Neben gezielten Gleichgewichtsübungen auf dem Balance Board, gibt es ein paar andere effektive Trainingstipps, die du zuhause ganz einfach umsetzen kannst. 

1. Gehe schwimmen

Regelmäßiges Schwimmen hilft dir nicht nur, um dich wortwörtlich über Wasser halten zu können. Besonders Kraulen verbessert deine spätere Ausdauer beim Paddeln

 2. Gehe joggen

Auch durch Joggen kannst du deine Kondition und Grundfitness deutlich verbessern. Du trainierst dabei nicht nur deine körperliche Konstitution, sondern auch deine mentale. Denn wer längere Strecken joggt, eignet sich eine gewisse Durchhaltefähigkeit an. 

Du kannst mit Erschöpfungsmomenten besser umgehen und hast bereits die Erfahrung gemacht, wie es ist, dich jenseits deines Schweinehundes noch einmal weiter zu pushen. 

3. Trainiere dein Gleichgewicht 

Ganz klar, dein Gleichgewicht ist das non plus ultra auf dem Surfbrett. Sportarten wie 

  • Yoga, 
  • Pilates 
  • oder gezielte Balance-Übungen geben dir mehr Sicherheit auf dem Brett. Deine Core-Stabilität verbessert sich und sorgt für einen besseren Stand

4. Ausreichend Krafttraining

Auch wenn Surfen noch so leichtfüßig aussieht, es bedarf jeder Menge Muskelkraft. Du solltest für den Surfsport daher unbedingt auch regelmäßige Krafttrainings-Einheiten einplanen, um möglichst alle wichtigen Muskelgruppen zu stärken. 

5. Atemübungen

Tatsächlich können dir auch gezielte Atemübungen beim Surfen hilfreich sein. Beim Wipeout als Folge der riesigen Welle oder wenn das Wasser links und rechts an dir hochspritzt solltest du nicht das Gefühl von Atemnot bekommen.

Fazit 

Wenn du den Surf-Sport für dich entdeckt hast – oder dabei bist ihn zu entdecken – kann dir das Balance Board wirklich gute Dienste leisten. Du kannst damit vielseitig und ganz unabhängig von Jahreszeit, Wetter oder Wellengang trainieren und alle Grundfertigkeiten, die du fürs Wellenreiten mitbringen musst, festigen. 

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