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Kinder weg vom Handy - 5 Alternativen die Spaß machen

11.11.2022

Wie du deine Kinder weg vom Handy bekommst, erklären wir dir in diesem Artikel mit 5 Alternativen die deinen Kindern garantiert Spaß machen!

Ungefähre Lesezeit: 11 Minuten

Autor/in: Angie WeißNeugierig testet sie sich schon ewig durch verschiedensten Funsport. Longboarden, Surfen, Wakeboarden oder Snowboarden. Kein Brett ist sicher vor ihr. Verliebt in das Leben und der Versuch Freiheit, Spaß und Gesundheit immer miteinander zu verbinden.

Wenn es um das Thema Smartphone fürs Kind geht, scheiden sich die Geister. Während es manchen Eltern wichtig ist, ihren Nachwuchs von klein auf an die neueste Technik zu gewöhnen und sicherzustellen, dass die Kids immer gut erreichbar sind, gibt es auch die strikte “Kinder weg vom Handy!”-Fraktion. 

Fest steht: Eine Welt ohne Smartphones ist kaum mehr möglich. Auch die Kleinen empfinden das Gerät bereits als festen Bestandteil unserer modernen Welt. Wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift. Kinder sollten einen vernünftigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone lernen (können) und wissen, dass es auch eine Welt außerhalb des Displays gibt.

Wie du dein Kind dahingehend unterstützen kannst, dazu wollen wir dir hier ein bisschen Input geben.

Was versteht man unter Handysucht bei Kindern & Jugendlichen

Genauso wie Erwachsene, können auch Kinder und Jugendliche handysüchtig werden. Das sollten wir nicht verharmlosen. Wann aber beginnt die Handysucht bei Kindern? Die meisten Kinder und Jugendlichen haben ihr Smartphone immer bei sich. 

Egal ob zuhause auf der Couch, im Bus oder in der Schulpause - meist geht der Kopf nach unten in Richtung Display. Ab wann müssen sich Eltern aber wirklich Sorgen machen? Wann hat das ganze nichts mehr mit bloßer Begeisterung für die Technik zu tun? Wissenschaftler und Ärzte benennen dafür folgende Symptome:

  • Das Kind wird nervös, sobald das Smartphone über einen gewissen Zeitraum nicht verfügbar ist. Es reagiert zudem aggressiv oder negativ, wenn das Handy weggenommen wird.
  • Dein Kind verpasst Dinge, die um es herum passieren, weil es zu sehr mit dem Handy beschäftigt ist.
  • Hobbies und soziale Kontakte leiden - das Kind widmet sich lieber dem Smartphone. 
  • Sozialkontakte finden hauptsächlich digital - über Chatrooms anstatt “in echt” statt.
  • Hausaufgaben werden unzuverlässig erledigt, die schulische Leistung nimmt ab.
  • Das Kind lässt sich nur schwer zu anderen Aktivitäten motivieren und wirkt desinteressiert gegenüber der Umwelt.

Wie bekomme ich mein Kind vom Handy weg?

Was aber kann man als Elternteil gegen die Handysucht des Kindes machen? Mit einem einfachen “jetzt nimm das Ding endlich weg” oder gar einem Verbot bzw der Beschlagnahmung des Geräts lässt sich freilich keine Handysucht effektiv bekämpfen. 

Vielmehr solltest du deinem Kind eine sinnvolle erzieherische Alternative zum Handy anbieten, wenn du merkst, dass die Zeit, die es damit verbringt, in letzter Zeit mehr wird und das Kind vielleicht sogar schon den Überblick über seine eigene Handy-Nutzungszeit verloren hat. Denn je weniger dein Nachwuchs lernt, dass es auch außerhalb des Displays viel zu erleben gibt, desto weniger eigene Ideen und Interessensimpulse wird er dahingehend entwickeln. 

Viele Kinder kennen kaum mehr eine andere Freizeitbeschäftigung als die am Handy. Für viele Eltern mag das praktisch sein - denn das Daddeln am Smartphone bereitet ihnen keinerlei Aufwand, verursacht weder Lärm noch Chaos noch Dreck. Wir zeigen dir, warum es wichtig ist, dass Kinder sich auch anderweitig zu beschäftigen lernen.

1. Basteln & werkeln

Eine gute Alternative zum Handy sind Bastelsachen - Buntstifte, Knete oder Bastelbedarf. Weniger Handyzeit verbringen heißt in dem Fall nämlich, die kindliche Kreativität auszuleben und dem Kind zudem das Gefühl zu geben, dass es etwas geschaffen hat. 

Warum nicht Zapfen, Moos und Zweige im Wald sammeln gehen und daraus eine tolle Herbst-Deko basteln? Oder mit bunten Perlen und glitzernden Utensilien selbst Weihnachtskugeln gestalten? Für Kinder ist es wichtig, ihre Fantasie ausleben zu können. 

Wenn die selbst gebastelten Weihnachtskugeln hinterher an den Baum oder ein Gesteck wandern, merkt dein Kind dabei auch, wie es sich anfühlt, etwas bewirkt zu haben und erhält dadurch Selbstbestätigung

Ihr könnt das Smartphone hier auch mit einbeziehen und dem Kind dadurch vermitteln, wie es das Gerät sinnvoll benutzen kann: Nämlich zum Googlen eines DIY-Blogs mit einer tollen Bastelanleitung, die ihr als Familie anschließend gemeinsam in Angriff nehmt.

2. Das Balance Board als spaßige Alternative

Kinder lieben Bewegung und Herausforderung. Und Kinder brauchen diese beiden Komponenten auch, um ihre motorischen Fähigkeiten zu entwickeln und sich abzureagieren. Ein Balance Board bietet dabei eine ideale Alternative zum Handy. 

Es stellt Kinder vor eine Herausforderung und fordert sie geistig und motorisch. Dein Kind kann sich darauf spielerisch im Halten des Gleichgewichts üben und sich sogar mit anderen messen: Wer schafft es, am längsten auf dem Board zu stehen? Wer kann sich eine Übung ausdenken, die den anderen erst mal schwer fällt? 

Das Training auf dem Balance Board macht übrigens groß und klein gleichermaßen Spaß und ist eine tolle Familienbeschäftigung, die an Schlechtwettertagen auch drinnen stattfinden kann.

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Balance Board für Kinder - Die ideale Alternative zum Handy

  • Exzellenter Halt durch einzigartigen Grip
  • 100% plastikfreies Material 
  •  7 Schichten aus 100% Buchenholz 
  •  Made in Germany

Zum Balance Board

3. Den Kindern eine spielfördernde Umgebung schaffen

Kinder brauchen Anreize zum Spielen. In einer nicht kindgerecht gestalteten Umgebung finden sie wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Biete deinem Kind daher Impulse, die seinen kreativen Spieltrieb fördern: Im Wohnzimmer gibt es eine Spielecke, in der auch immer ein kleiner Maltisch mit Stiften und Papier liegt. 

Im Garten steht ein Klettergerüst und im Kinderzimmer gibt es beispielsweise ein Hochbett, von dem man aus mit einer Rutsche nach unten kommt und einen Krabbeltunnel. Kinder nehmen derartige Angebote für gewöhnlich gut an und entwickeln im Nu ein kreatives Spiel.

4. Bilderbücher als analoge Alternative

Anstatt Bilder digital zu konsumieren, kann es eine gute Möglichkeit sein, dem Kind Bilderbücher oder - wenn das Kind schon etwas älter ist - spannende Bildbände oder bebilderte Kindersachbücher anzubieten. Bilder trainieren die Vorstellungskraft eines Kindes mehr als ein Text, insofern sind sie auch wichtig. Es gibt sie aber tatsächlich auch noch in analoger Form.

5. Mit Freunden treffen

Kinder, die zu viel Zeit am Handy verbringen, haben oftmals keine Freunde (mehr). Gemeinsame Zeit mit anderen Kindern sollte nie zu kurz kommen. 

Motiviere dein Kind daher aktiv, sich nach Schule oder Kindergarten mit Freunden zu treffen, auf den Spielplatz zu Gleichgesinnten zu gehen oder sich einer Freizeitgruppe anzuschließen.
 
Der direkte Austausch mit Gleichaltrigen und das gemeinsame Spielen fördert die soziale Entwicklung des Kindes. Dabei ist es auch wichtig, dass Kinder sich aneinander messen oder Konflikte untereinander austragen.

6. Klare Regeln schaffen

Wo klare Regeln sind, ist wenig Raum dafür, dass etwas außer Kontrolle gerät. Am Besten legst du daher eine klar definierte Handynutzungszeit fest: Diese könnte beispielsweise beginnen, sobald das Kind mit den Hausaufgaben fertig ist und bis es sich mit Freunden verabredet hat.
 
Dann könnte es abends noch einmal ein festes Zeitfenster dafür geben. Lege die Nutzungszeiten gemeinsam mit deinem Kind fest und beschließt einen Deal. So bewirkst du, dass das Kind freiwilliger mitmacht und einen Sinn hinter der Abmachung versteht.

Wie viel Bildschirmzeit ist okay?

Das alles ist schön und gut - nun müsste man nur noch wissen, wie viele Stunden Handy am Tag normal sind, richtig? Die EU-Initiative Klicksafe hat dazu eine Vorgabe über die empfohlene Zeit zur Nutzung digitaler Medien für Kinder herausgegeben.

Demnach sollten Kinder bis 3 Jahren maximal 5 Minuten am Tag am Handy verbringen. Kinder zwischen 4 und 6 Jahren sollten ein Zeitfenster von 20 Minuten nicht überschreiten, Pausentage zwischendurch sind angeraten. 

Kinder zwischen 7 und 10 Jahren sollten es bei maximal 45 Minuten belassen. Dabei solltest du immer eines bedenken: Kinder ahmen ihre Eltern nach. Wenn du selbst permanent mit dem Smartphone zugange bist, lernt das Kind von dir, dass man dieses Gerät ständig braucht.

Ab wievielen Jahren darf man ein Handy haben?

Wissenschaftler empfehlen, Kindern ihr erstes Handy nicht zu früh zu schenken. Ein Smartphone ist erst für 12-Jährige und älter empfohlen. 

Für jüngere Kids gibt es spezielle Kinder-Handys, die speziell auf die Belange von Kindern abgestimmt sind. Der richtige Umgang mit dem Smartphone ist sicher eine der verantwortungsvollsten Aufgaben, denen sich Eltern so stellen müssen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns der Verantwortung stellen und nicht mit bloßen Verboten oder einem generellen Verteufeln von Handys reagieren. Es ist an uns, Kinder auf den Umgang mit der digitalen Welt vorzubereiten

Gewisse Funktionen sind mit diesen Geräten beispielsweise nicht möglich. Auch lässt sich bei manchen Modellen eine maximale Nutzungszeit einprogrammieren. Mit der App “Screen Time” lässt sich zudem überwachen, wie lange das Kind am Handy sitzt. 

Ab einer gewissen Uhrzeit - der Schlafenszeit beispielsweise - lassen sich damit auch Spiele und andere Anwendungsapps blockieren. Hier solltest du im Hinterkopf haben: Kinder unter 12 Jahren sind in ihrer Selbstregulation noch nicht entwickelt. Sie haben daher keinen Impuls, der ihnen sagt, "jetzt reicht es, ich muss aufhören”. 

Mit einem generellen Handyverbot erlernen sie diese Fähigkeit in Bezug auf Smartphones jedoch auch nicht. Wir denken daher, dass es umso wichtiger ist, das Kind bereits früh an einen verantwortungsvollen und maßvollen Umgang mit dem Smartphone zu gewöhnen. Denn Verbote wecken die Neugierde bei Kindern. Gegenstände, die verboten sind doppelt so spannend!

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Fazit

Der richtige Umgang mit dem Smartphone ist sicher eine der verantwortungsvollsten Aufgaben, denen sich Eltern so stellen müssen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns der Verantwortung stellen und nicht mit bloßen Verboten oder einem generellen Verteufeln von Handys reagieren. Es ist an uns, Kinder auf den Umgang mit der digitalen Welt vorzubereiten.

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