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Reflexe trainieren: Übungen und Tipps

02.09.2022

Reflexe trainieren mit dem Balance Board? Wir zeigen es dir!

Ungefähre Lesezeit: 7 Minuten

Autor/in: Angie WeißNeugierig testet sie sich schon ewig durch verschiedensten Funsport. Longboarden, Surfen, Wakeboarden oder Snowboarden. Kein Brett ist sicher vor ihr. Verliebt in das Leben und der Versuch Freiheit, Spaß und Gesundheit immer miteinander zu verbinden.

Wenn du “schnelle Reflexe” hörst, denkst du vielleicht an das klassische Bild vom Arzt, der mit dem Hämmerchen aufs Knie haut. Tatsächlich ist das eine Methode, um den Kniescheibenreflex zu testen. Aber das Thema ist natürlich viel weitreichender als das. 

Reflexe trainieren wir in allen möglichen Lebenssituationen. Schnelle Reflexe können mitunter auch lebensrettend sein, wenn du im Straßenverkehr beispielsweise schnell genug einem anderen Auto ausweichst.

Was sind Reflexe eigentlich?

Unter einem Reflex verstehen wir eine rasche, unbewusste und immer gleichartige Reaktion unseres Organismus auf einen bestimmten Reiz. Kommt uns etwas entgegen, weichen wir aus. Fällt etwas hinunter, greifen wir danach. 

Wie aber funktionieren Reflexe? Sie werden neuronal vermittelt, gehen also von einem Reiz aus, der über unsere Nervenbahnen transportiert wird. Sie sind also eine Reaktion unseres Nervensystems. Dabei gibt es angeborene und erlernte oder konditionierte Reflexe. 

Ein gutes Beispiel für letzteres ist der berühmte Pawlowsche Hund: er bekam zusammen mit dem Futter immer einen Glockenton vorgesetzt. Nach einer Weile setzte seine Speichelproduktion alleine durch das Ertönen der Glocke ein.

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Warum sind Reflexe so wichtig?

Reflexe sind dazu da, den Körper vor Gefahren zu schützen

  • Der Würgreflex beispielsweise hindert uns daran, uns zu verschlucken. 
  • Der Lidschlussreflex schützt unser Auge vor Fremdkörpern. 
  • Wenn wir stolpern sorgt der Kniesehnenreflex dafür, dass wir nicht stürzen.

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Was ist der Unterschied zwischen Reflexen und Reaktionen?

Der Unterschied zwischen Reflex und Reaktion liegt in erster Linie in der Schnelligkeit. Reflexe müssen deutlich schneller erfolgen als eine Reaktion, da sie drohende Gefahren abwenden. Die Signale für einen Reflex durchlaufen daher direkt unser Rückenmark, ohne den “Umweg” übers Gehirn zu nehmen. Reaktionen müssen hingegen erst vom Gehirn verarbeitet werden.

So kannst Du Deine Reflexe trainieren

Ein Teil unserer Reflexe ist uns evolutionär in die Wiege gelegt, wie beispielsweise der Lidschlussreflex oder der Würgereflex

Andere Reflexe erwerben wir im Laufe des Lebens. Wir können ihre Schnelligkeit sogar trainieren.

Computer- und Videospiele

Bestimmte Computer- oder Videospiele erfordern eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Wir müssen etwas fangen, eine Kurve schnell bekommen oder einem Gegner ausweichen. Mit derlei Spielen können wir tatsächlich unsere Reflexe trainieren. Und das Training macht zudem Spaß.

Autogenes Training und Meditation

Auch das Gegenteil von schnellen Daddelspielen trainiert unsere Reflexe: zwar nicht aktiv, indem wir rasch auf etwas reagieren müssen, dafür aber, indem wir unsere Wahrnehmung und unsere Fokussierung stärken und den Draht zu unserem eigenen Körper intensivieren.

Tischtennis oder ähnliche Sportarten

Sportarten, bei denen eine schnelle Reaktion gefordert ist, trainieren ähnlich wie Videospiele unsere Reflexe. Beim Tischtennis müssen wir möglichst schnell sein. Auch bei Sprints auf Signal kommt es auf eine schnelle Umsetzung an. Und, was du vielleicht so nicht denken würdest: ein Waldlauf trainiert unsere Reflexe! Hier müssen wir beim Laufen nämlich ständige Unebenheiten blitzschnell ausgleichen, um nicht zu fallen.

Balance Board-Training

Einen ähnlichen Effekt hat das Training mit dem Balance Board. Das Ausbalancieren auf dem Wackelbrett fordert und trainiert zahlreiche körperliche Reflexe. Damit wir nicht umfallen, müssen wir schnell in all unseren ausgleichenden Gegenbewegungen sein. 

Das Balance Board ist daher auch ein optimales Übungsgerät, um alleine Reflexe zu trainieren. Du kannst es optimal für eine regelmäßige Trainingseinheit abends vor dem Fernseher, draußen im Garten oder beim Kaffeekochen in der Küche verwenden.

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Flummispielen 

Wer seine Reflexe besonders spielerisch trainieren möchte, kann das mit einem Flummi tun. Die kleinen Gummibälle hüpfen schnell und unkontrolliert umher und verbessern dadurch unser Reflextempo.

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung Deiner Reflexe

Wie so oft ist es auch beim Thema Reflexe verbessern nicht damit getan, am Wochenende im Hof vor dem Haus einem Flummi hinterher zu hechten. Auch unser Lebenswandel spielt eine entscheidende Rolle.

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Ausreichend Schlaf

Wenn du zu wenig schläfst und dich müde durch den Tag schleppst, leiden auch deine Reflexe darunter. 7 Stunden Schlaf solltest du dir im Schnitt gönnen, damit dein Körper ausgeruht und regeneriert ist und damit auch neuronale Prozesse wie Reflexe optimal funktionieren.

Vitamine und eine ausgewogene Ernährung

Da sich Reflexe in deinen Nervenzellen und Nervenbahnen abspielen, ist eine ausgewogene Ernährung sinnvoll, die deine Nerven unterstützt. Dazu zählen vor allem Lebensmittel mit viel 

  • Magnesium, 
  • Kalium, 
  • Vitamin B
  • Vitamin E
  • Nüssen und Samen,
  • Bananen,
  • grünes Gemüse,
  • Haferflocken
  • Fisch.

Arbeite an Deiner peripheren Sicht

So komisch sich das vielleicht anhören mag: wenn wir unsere periphere Sicht trainieren, trainieren wir dadurch auch unsere Reflexe. Dabei fixieren wir mit dem Auge einen Punkt und versuchen, Elemente oder Bewegungen im peripheren Sichtfeld dahinter zu erkennen. Multitasking für unser Auge und unser Gehirn.

Fazit

Unsere Reflexe sind mitunter überlebenswichtig. Weil sie aber in einer Art Automatismus funktionieren, unterschätzen wir sie oft oder nehmen sie als allzu gegeben hin. Verlangsamen sich unsere Reflexe im Alter, bekommen wir das oft schmerzhaft zu spüren, indem wir stürzen oder im Straßenverkehr in letzter Sekunde doch nicht mehr ausweichen können. Ein regelmäßiges Training wie beispielsweise mit dem Balance Board lohnt sich also!

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